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Merino Schaffamilie gerettet


Liebe Tierfreunde,

geht es Ihnen nicht auch so, dass Sie in der nassen und kalten Jahreszeit vermehrt nach Licht, Wärme und Geborgenheit suchen? Gerade wenn es am Abend früher dunkel wird, freuen wir uns doch besonders auf ein warmes Zuhause und eine Tasse heißen Tee. Doch wie ergeht es unseren Freunden, den Tieren, in dieser Zeit? Wir Tierbetreuer vom Friedensland erfahren Jahr für Jahr, dass je näher das Weihnachtsfest rückt, desto größer wird das Leid der Tiere.

Schon in den vergangenen Jahren haben wir Tiere oder ganze Herden gerettet, die ohne schützenden Unterstand, ohne Wasser und ausreichend Nahrung der Eiseskälte ausgesetzt waren. Hartherzige Menschen überließen Muttertiere mit frisch geborenen Lämmchen dem Sturm, Schnee und Regen.

 


So erreichte uns in der vergangenen Woche ein Hilferuf von Tierfreunden, die eine kleine verwahrloste Merino Schaffamilie – ein Bock mit zwei Mutter Schafen und ihren drei Lämmchen vor dem Schlächter in letzter Minute freigekauft haben. Die Tiere haben sie notdürftig auf einer provisorischen Weide untergebracht, die direkt an einer stark befahrenen Straße lag. Schon nach wenigen Tagen, mussten sie mit entsetzen feststellen, dass eines der kleinen Lämmchen über Nacht von der Weide gestohlen wurde. Nach diesem Ereignis hatten die Tierfreunde schlaflose Nächte, da sie befürchteten, dass weitere Schafe gestohlen werden und wahrscheinlich als „Weihnachtsbraten“ enden.

 


Sie konnten es nicht fassen, dass Menschen in der Lage sind, solch feine und arglose Geschöpfe einfach ihrer Mutter zu entreißen und ihnen die Kehle durchzuschneiden nur um einen Bissen Fleisches wegen.

Sie suchten verzweifelt nach einer sicheren Heimat für ihre lieb gewonnenen Freunde und sind nach vielen Absagen auf die Gabriele Stiftung gestoßen.


Obwohl wir - wie viele von Ihnen sicherlich schon erfahren haben, vor wenigen Wochen erst eine ganze Herde Röhnschafe aufgenommen haben und im Grunde keinen Platz für weitere Tiere haben, konnten wir die kleine Herde nicht ihrem Schicksal überlassen. Zurzeit sind sie in der Auffangstation am Johannishof einquartiert, solange bis unsere Pflegestation fertig gebaut ist.

 


Einige der  Muttertiere, die wir in der letzten Zeit aufgenommen haben, sind trächtig, das heißt, dass wir bald eine „Kinderstube“ auf dem Friedensland haben werden. Eine kleine „Rasselbande“ von lebensfrohen Schafkindern, die auf „Strohburgen“ rumturnen und den Tierbetreuern an den Schnürsenkeln rumkapern… wir freuen uns auf den baldigen Nachwuchs. Doch sind wir auch etwas in Sorge, weil wir wissen, dass schon bald der Platz im Stall zu klein sein wird. Jetzt sind wir dabei, einen neuen Stall zu planen, den wir bald bauen werden, um dieser kleinen Herde und weiteren Schafen ein würdevolles und sicheres Zuhause zu geben.

Immer mehr Menschen werden für das Leid der Tiere sensibel und schauen nicht tatenlos zu, wenn Tiere in Not kommen.
 

Wir schaffen Lebensraum für diese wunderbaren Geschöpfe und Betreuen sie liebevoll bis an ihr natürliches Lebensende.

Wir suchen Menschen, die uns bei unserer Arbeit finanziell unterstützen.

 

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